GOTS deckt Bio‑Anbau, Chemikalienbeschränkungen und Sozialkriterien ab und gilt für Produkte mit überwiegend Naturfaseranteil. Das EU Ecolabel bewertet den Lebenszyklus mit strengen Umweltvorgaben. FAIRTRADE TEXTILE oder Fairtrade Cotton adressieren gerechtere Löhne und Anbaubedingungen. Achte auf genaue Prozentangaben und die Lizenznummer. Für Wolle liefert RWS Tierwohl‑ und Landmanagementkriterien. Diese Siegel zusammen zeigen, ob Naturfasern ökologisch angebaut, sauber verarbeitet und sozial verantwortungsvoll gefertigt wurden, statt nur mit vagen Aussagen zu punkten.
Der Global Recycled Standard (GRS) und der Recycled Claim Standard (RCS) sichern dokumentierte Rezyklatanteile und Chain‑of‑Custody ab. GRS umfasst zudem Kriterien zu Chemikalien und Sozialem, während RCS den Anteil bestätigt. Prüfe, ob der deklarierte Prozentsatz transparent genannt wird und auf das ganze Produkt, nicht nur das Außenmaterial, bezogen ist. Bei Polyester oder Nylon ist dies besonders wichtig, da Futter, Fäden und Patches oft unberücksichtigt bleiben. Verlässliche Kennzeichnung stärkt echte Kreislaufwirtschaft statt bloßer Imagepflege.
Bio‑Baumwolle mit GOTS oder EU Ecolabel reduziert Pestizide, schützt Böden und oft Wasserressourcen. Wähle dichte Jerseys oder Twills, die Pilling und Ausreißen widerstehen. Achte auf ungefärbte oder schonend gefärbte Varianten, um spätere Recyclingprozesse zu erleichtern. Ergänze metallfreie Accessoires und gleichartige Garne. Durch Monomaterial‑Konstruktionen lassen sich Fasern leichter zurückgewinnen. Kombiniert mit gut lesbaren Pflegehinweisen und Reparaturfreundlichkeit wird Baumwolle zum robusten Alltagshelden, der Komfort, Kreislauffähigkeit und Alltagstauglichkeit überzeugend miteinander verbindet.
Leinen und Hanf benötigen im Anbau oft weniger Wasser und Pestizide, liefern strapazierfähige Garne und entwickeln mit der Zeit einen schönen Griff. Ihre Festigkeit unterstützt lange Nutzung, besonders bei Hosen, Hemden oder Arbeitsjacken. Wähle ungebleichte Qualitäten oder pflanzenbasierte Färbungen, um Chemikalieneinsatz zu senken. Zertifizierungen wie EU Ecolabel oder regionale Herkunftsnachweise schaffen Vertrauen. Durch schlichte Konstruktionen, verstärkte Nahtbereiche und austauschbare Knöpfe erhöht sich Reparaturfähigkeit merklich, was die Chancen für Weitergabe, Wiederverkauf und Recycling deutlich verbessert.
Lyocell aus Holzcellulose punktet mit geschlossenem Lösemittelkreislauf und hoher Rückgewinnungsrate; achte auf verantwortungsvoll beschafftes Holz, etwa FSC oder PEFC. Modal bietet weichen Fall, während moderne Viskosequalität mit strengeren Abwasservorgaben fortschrittlicher wird. Prüfe Herstellerangaben zu Chemikalienmanagement und Zellstoffherkunft. In Mischungen kann Lyocell Reißfestigkeit und Komfort erhöhen, doch sortenreine Varianten vereinfachen Recycling. Wähle hochwertige Stoffgewichte, um Langlebigkeit zu fördern, und vermeide schwer entfernbare Beschichtungen, die spätere Kreislaufpfade unnötig blockieren.